Von Bad Ems nach Lahnstein

Kurpark, Bad EmsNach einer mehr als erholsamen Nacht und einem genialen wie ausgiebigem Frühstück vertrödeln wir den halben Tag in Bad Ems. Angie sucht einen Handyladen da sie Ihr Ladegerät vergessen hat und offensichtlich einen ziemlichen exoten hat wo kein Hotel einen Adapter für besitzt. Die meisten Hotels sind auf solche Probleme eingestellt und besitzen Multi-Ladegeräte mit Adaptern zu den gängigen Handys und Laptops.

Russischer Hof von gegenüberliegender LahnseiteWir erforschen die Stadt, knipsen wie blöde Fotos und machen uns auf dem Weg ein Handy laden zu finden. Der Handyladen hat dann leider auch kein Ladegerät für Angie’s Handy. Ich lasse meines mit 30,- € Aufladen und wir genießen bei einer Tasse Kaffee noch ein Stück Kuchen in einem  Strassen-Caffee. Plan ist es mit dem Schiff bis Lahnstein zu fahren. Nur leider sind wir nicht schlau genug uns vorher zu erkundigen ob überhaupt ein Schiff fährt. Egal, wir nehmen halt die Bahn und kommen gegen 15:30 Uhr in Lahnstein an.

In Lahnstein angekommen gibt es einen kleinen Kulturschock für uns. Die Stadt, kommt man aus dem Bahnhof, ist so ganz anders als die Orte vorher. Wir empfinden die Stadt als überaus hässlich und Menschenfeindlich. Sicherlich ist diese Einschätzung nicht ganz fair, da wir nun einige Tage durch die schönsten Gebiete von Deutschland gewandert sind.

Wir wollen das best draus machen und uns ein Hotel suchen. Am Bahnhof werden wir von einem Mann angesprochen der uns etwas über die Stadt erzählt (leider unqualifiziert) und uns das angeblich einzigste Hotel im Ort empfiehlt das er kennt. Untermalt wird die Geschichte mit einer Geschichte die da von handelt, dass so viele Hotels im Ort pleite machen. Auf dem Weg, der Mann begleitet uns ein Stück, überholt uns eine Gruppe Wanderer die das selbe Ziel haben wie wir. Überflüssiger weise beginnt es auch noch etwas zu Regnen als wir gerade beim Hotel ankommen. Wir nehmen das Doppelzimmer für 75,- € die Nacht etwas voreilig.

Wir streifen unsere Sachen ab und legen uns erst einmal eine Stunde aufs Ohr. Das war dann der zweite Fehler was später noch genauer erläutert werden soll!

Wir machen uns Stadtfein und besuchen die Burg Lahnstein. Unser Hotel liegt direkt an der Lahn und zur Lahnbrücke die uns in das andere Lahnstein führt liegt nur wenige Meter entfernt. Zur Burg ist es ein Weg von etwa einer Stunde. Leider sind wir wieder zu Spät. Die letzte Burgbesichtigung ist gegen 17:00 Uhr! Wir sind eine knappe halbe Stunde zu Spät! Gut maxchen wir uns wieder auf den Weg in das Tal und schauen mal was die Altstadt von Lahnstein zu bieten hat?

verschandelter Blick auf StolzenfelsDie Stadtplaner von Lahnstein verbauen so ziemlich jeden Blick mit irgend einem Quatsch! Eine Strommast, eine Wurstbude oder Plakatwände die auch wo anders Platz finden würden verschandeln das Stadtbild. Ich frage mich ob die Jungs schwachsinnig sind oder Kriminell? Aber gut, man kann es kaum ändern und es bleibt einem nur sich zu ärgern!

Auf dem Weg fallen uns eine reihe von Hotels auf die allesamt recht ordentlich ausschauen. Wir beginnen uns etwas zu ärgern. Unser Hotel ist zwar traumhaft gelegen nur dummer weiße neben zwei Bahnstrecken, wovon auf einer auch der ICE unterwegs ist und an Nachtruhe, dass beginnen wir zu ahnen, kaum zu denken ist.

Die Altstadt erreichen wir relativ schnell und beschließen in ein einladend dreinschauendes Ecklokal (Gasthaus Neuberts) einzukehren. Zur Abwechslung mal eine gute Entscheidung! Weder an den Preisen noch an der Qualität des Essens gibt es was zu kritteln. Wir sind rundherum zufrieden! Zum Schluss lassen wir uns noch ein Zimmer zeigen und erfragen die Preise. Spätestens jetzt weiß ich wie dumm der etwas übereilte Entschluss für das “Hotel zum weissen Ross” war wo wir einquartiert sind. Die Zimmer sind um Klassen besser hergerichtet, deutlich liebevoller eingerichtet, gepflegter und vom Preis auch noch 10,- € billiger. Aber gut, so ist Leben!

Nachdem wir fürstlich gespeist und getrunken haben machen wir uns gegen 20:00 Uhr auf den Rückweg in unser Hotel. Wir schlendern dazu etwas am Rhein entlang und sind gegen 21:00 Uhr in unserer Absteige.

Im Zimmer angekommen stellt Angie in unserem Bett Haare feste die eigentlich nicht von uns stammen können. Sofort wird dieser etwas peinliche Umstand von Angie bei der Wirtin reklamiert. Diese bezieht etwas widerwillig die Betten neu. Das blöde ist das wir bereits in den Betten einen Mittagschlaf gehalten hatten und die Haare zumindest Theoretisch auch von mir stammen könnten. Nur verliere ich eigentlich kaum Haare! Die Situation ist halt blöde!
Wir beschließen heute nichts mehr zu schreiben und auch keine Fotos zu sortieren! Dieser Beitrag wurde am Sonntag dem 17ten August nachgereicht.

2 Kommentare »

  1. Von Lahnstein zum deutschen Eck nach Koblenz Said,

    18. August, 2008 @ 10:46

    […] zum weissen Ross” ist wirklich nicht zu empfehlen. Das die Bettwäsche alt war (siehe: Vortagesbericht) scheint sich als Wahrheit heraus zu kristallisieren. Mir jucken auf jeden Fall mal ganz böse […]

  2. Sonntag: Angie fährt heim nach München Said,

    18. August, 2008 @ 11:00

    […] den Tag mit etwas Internet. Danach mache ich noch die zwei ausstehenden Tagesberichte http://www.illuvid.de/tagebuch/von-bad-ems-nach-lahnstein/ und http://www.illuvid.de/tagebuch/von-lahnstein-zum-deutschen-eck-nach-koblenz/ Spiele noch rund […]

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