Wenn Journalisten durchdrehen

Wer eigentlich ist „Michael_Konken“? Nun, Er ist Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbands und meiner Meinung nach ein ziemlicher Dampfplauderer und pseudo Intellektueller.

Aber nun, wollen wir dann doch etwas journalistischer werden und zum eigentlichen Thema kommen.

Zitat von Michael Konken:
Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Michael Konken, DJV (via visualtainment)

Mit dem ersten Satz könnte ich mich durchaus noch anfreunden. Blogs haben im Allg. auch gar nicht den Anspruch journalistische Erzeugnisse zu sein. Sie waren viel mehr als interaktive Tagebücher gedacht. Einige wenige haben daraus trotzdem recht ordentliche journalistische Erzeugnisse gebastelt. Irgendwie verstehe ich also schon mal nicht, wen er da eigentlich anpissen will! Okay, einige Durchgeknallte die jetzt meinen, große Journalisten zu sein und nichts anderes machen als Nachrichten wieder zu käuen und mal besser, mal schlechter zu kommentieren. Ja das gibt es!

Der zweite Satz - sie wären zu feige unter ihrem Namen zu schreiben - ist jedoch nicht nur falsch, sondern auch rotzfrech! Die überwiegende Mehrheit der Blogs, zumindest jene welche ich kenne, besitzen ein Impressum.

Da fragt man sich schon, wie man so blöd sein kann und vor allem, was die Motivation von solchen Aussagen ist? Ich denke das genaue Gegenteil ist der Fall! Ein Bloger hat wenig zu verlieren und kann munter drauf los schreiben. Zugegeben auch oft genug Müll. Ein Journalist hingegen muss in den meisten Fällen Rücksichten nehmen. Ein Bildzeitungsjournalist, okay hoch professionelles Blogerniveau, muss immer erst einmal schauen ob das Unternehmen,  welches er gerade anpissen möchte, nicht irgendwie zum Springer Konzern gehört. Die Probleme hat ein Bloger nicht.

Aber auch der angeblich unabhängige Journalist, wenn er nicht gerade für den Spiegel schreibt oder für ein mächtiges TV-Magazin arbeitet, muss immer und überall, vor allem aber in Berlin, um seine Akkredition fürchten ohne die er draußen bleibt aus dem Club der ach so unabhängigen Journalisten.

Ich stelle mir auch die Frage, wo ihr grossen Journalisten in Birma / Burma die letzten 30 Jahre hingeschaut habt? Nun, ist wohl nicht so wichtig das dort einer der blutigsten und brutalsten Bürgerkriege unserer Zeit ausgetragen wird! Oder habt ihr einfach Schiss dort rein zu gehen ohne das euch das jemand erlaubt? Ja ja, ihr seit ja so toll und um so vieles besser!

Die letzte wirklich freie Berichterstattung, so vermute ich mal, hatten wir zu Zeiten des Vietnam Krieges. Seit dem aber haben westliche Systeme gelernt und die Presse hat ihr Maul gehalten! Der Irak Krieg hat es deutlich gezeigt. Gesehen haben es allerdings nur wenige! Wer nicht akkreditiert ist, der hat auch keine Bilder und erst recht keine Story! Die schönen Bilder, ja woher kamen die nur? Alle vom Militär!

Westliche Systeme haben doch die Pressefreiheit schon längst zu Grabe getragen. Bloger sind in der Masse zwar nicht in der Lage, Nachrichten zu recherchieren. Sie sind aber durchaus in der Lage zu hinterfragen und neue Perspektiven aufzuzeigen.

Das Problem von Blogs ist nicht da drin zu suchen, daß sie nicht Journalistisch wären. Das Problem ist vielmehr in einer weiteren und rasant wachsenden Inflation beim eigentlichen Wert des Wortes zu suchen. Das aber ist ein allg. Problem der Meinungsfreiheit, der Informationsgesellschaft und eine ganz andere Baustelle.

Westliche Presse hat für mich allerdings schon seit längerem verschissen und um es mal mit den Worten von “Bruce Lee” (Kampfsportler, Schauspieler und studierter Philosoph) zu sagen, nur der Spieler der den Ball hat wird angefriffen!

Nun ich wußte zwar noch nicht,  daß Bloger den Ball in Händen hätten und es verwundert mich auch etwas, aber danke Herr Konken! Oder soll mir das jetzt nur Zeigen wie dumm Sie sind, weil Sie glauben Bloger wären es wert sie anzugreifen? Nun, ich vermute dann doch zweites! ;)

2 Kommentare »

  1. Deutscher Journalismus im Untergang Said,

    24. September, 2008 @ 12:26

    […] Michael Konken beklagt sich lautstark über die Bloger und parallel sinkt das Niveau von  SZ und Spiegel bis unterirdisch! […]

  2. Gastbeitrag: Horst Said,

    6. Oktober, 2008 @ 11:32

    Herr Konken hat ganz einfach die Knete seiner Klientel im Blick. Die Presse musste in der Vergangenheit dermaßen finanziell bluten, dass er einfach um das Einkommen seiner Gewerkschaftler schaut. Das machen die anderen Gewerkschaftler ja auch. Dafür werden sie bezahlt.

    Dass da nicht immer die intelligentesten nach oben kommen und viel Kommunismus (im Sinne von Marx und Lenin) dabei ist, daran muss man sich gewöhnen. Am Ende geht es Herrn Konken als Funktionär nur ums Geld.

    Keine Tabakwerbung mehr, sinkende Zeitungsauflagen wegen der Generation Doof und das drohende Werbeverbot in Sachen Alkohol machen die Presse verletzlich. Und auf einmal schlägt mit begrenztem Wissen blind um sich.

    P.S.: E-Mail Adresse bitte nicht veröffentlichen

    Gruß
    Horst

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