Amerikas Kreuzzüge von Claus Kleber
Buchkommentar: Amerikas Kreuzzüge von Claus Kleber
Das Buch - Amerikas Kreuzzüge von Claus Kleber - erschien in der ersten Auflage im Jahre 2005. Der Autor Claus Kleber ist anerkannter Journalist und spätestens seit der Leitung und Moderation des ZDF >> Heute Journal << auch der breiten Bevölkerung ein Begriff. Erstmalig für aufsehen sorgte Claus Kleber als er die in früheren Zeiten berüchtigte Chance ce liese (früher ohne Ampel) vor laufender Kamera in einem Zug und mit blick nach vorne todesmutig in Szene gesetzt überquerte.
Das Buch ist sauber recherchiert und durchaus anspruchsvoll!
Aus meiner sicht verletzt das Buch aber den strengen Pressekodex der besagt das ein Journalist immer nur Beobachter und Berichterstatter ist und keine Einflussnahme üben darf. Das Buch ist aus meiner Sicht ein klares pro Bush Werk. Da das ganze relativ offen geschieht sollte man Ihm daraus aber kein strick drehen sondern es einfach als solches lesen!
Die Argumente sind zwar recht einseitig aber stichhaltig und präzise und somit für jeden der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt eine Bereicherung auch zur überprüfung der eigenen eventuell gegenteiligen Argumentationen!
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Das Vorwort „Um es gleich zu sagen“ beginnt mehr oder minder mit einem Bekenntnis zu Amerika, seinen Werten und seinen Leistungen!
Und ohne frage, ein Land das selbst in seinen Slams noch mehr Intelektuelle produziert als eine deutsche Dorfschule sollte man erst einmal mit Respekt begegnen. All jenen die das Amerikanische Schulsystem nicht kennen sei gesagt dass es um klassen besser ist als sein Ruf und jedem Negerkind mit Intelektuelen Fehichkeiten 100mal mehr Möglichkeiten gibt als deutsche Gleichmacherei die im wesentlichen nur daraus besteht den begabten zu unterdrücken, zu peinigen und jede Elite im Keim zu ersticken!
Das System Amerika, das so viele im Zuge der Diskussionen um Bush und seinen Krieg mit an den Pranger stellen ist in Ordnung. Die große Reformwelle der deutschen die im wesentlichen nichts anderes als das letzte zucken eines maroden Systems widerspiegeln sucht man in den USA vergebens. Das Amerikanische System ist sehr einfach und auf wenige grundlegende regeln beschränkt was es unglaublich stabil und flexibel macht!
Die frage die sich stellt ist in meinen Augen nicht die nach dem Amerikanischen System sondern die ob Präsident Bush dieses System missbraucht oder nicht?
Claus Kleber schreibt sehr viel über das Amerikanische System seine Bürger und seine Seele. Dieses ganze wird verwoben mit Präsident Bush und seiner Politik was aus meiner Sicht weder dem Land noch dem Präsidenten gerecht wird. Da das Buch 2005 auf dem Markt kam und zum Zeitpunkt des Schreibens dem Autor natürlich noch nicht die Informationen und Eindrücke vorlagen die uns heute vorliegen kann man dem Autor aber keinen all zu großen Vorwurf machen.
So berichtet der Autor auch über Karl Rove dem Wahlkampfstrategen der Konservativen und dem Präsidenten und erklärt die hintergründe wie in Amerika Wahlkampf betrieben wird und jede Information als Mittel zum Zweck genutzt werden kann. Den denkbar knappen Wahlsieg des Präsidenten verdankt dieser in letzter Konsequenz nicht etwa seiner Beliebtheit im Land sondern eher der strategisch günstigen Neuaufteilung von Wahlbezirken und einer sehr gezielten Manipulation einzelner aber für eine Entscheidung wichtigen Wählerschaft.
Nun aber zum Präsidenten und seiner Politik:
Amerika ist ein Land von Menschen, die so anteilnehmend sind, so anständig und so gütig, dass es die Bösen niemals verstehen werden.
Georg W. Bush, 43. US.-Präsident
Wer Amerika kennt wird dem nicht wirklich widersprechen wollen!
Amerika ist aber leider auch ein Land wo die Menschen so anständig sind dass sie sich bei ihrem Präsidenten kaum ein anderes Gesicht als es ihnen der Präsident zeigt vorstellen können.
Claus Kleber zeichnet uns in seinem Buch ein Bild des Präsidenten in dem im ein hohe Moral unterstellt wird. Ob dies stimmt oder nicht kann letzten endes nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Hier wird sehr viel sugeriert und mit einer angeblich höheren Moral der Bogen zu einem runden Bild transformiert. Es bleiben aber fragen die bisher nicht geklärt wurden und fragen die im Buch geschickt ausgeklammert wurden. Zu verstehen ist dies bei einem solch hochkarätigem Journalisten eigentlich nur so das er fragen absichtlich ausgeblendet hat.
Aber gut, was uns Claus Kleber bieten kann ist ein Werk das trotz einer subjektivität die ich im unterstelle seinem Leser eine neue und objektivere herangehensweise an das Thema ermöglichen kann. Der Leser erfährt fast beiläufig einige wichtige Eckdaten zur Person von Condoliza Rice, Colin Powell und andere Akteure der amerikanischen Politik.
Die eigentlich interessante Frage: Ist Georg W. Bush ein krimineller? (Siehe: Loos Change) Wird allerdings nicht einmal gestellt!
Trotz all meiner Kritik ist das Buch eine klare lese Empfehlung wert!
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